Posts mit dem Label Musik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Musik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 13. August 2009
Herr Casablancas is back
What inspired the Strokes? Julian Casablancas: "It's that feeling when you hear your favourite song. That feeling, whether you're in a car, at a party or alone at home or in bed and you hear this song and it just hits you so strong - that's what we aim for".
Labels:
Musik
Sonntag, 9. August 2009
Beatles remembered
Vor 40 Jahren wurde das Beatles-Album Abbey Road veröffentlicht, die letzte Platte, die die Beatles gemeinsam mit George Martin aufnahmen. Dies war tatsächlich die erste CD, die ich mir je gekauft habe und sie begeisterte mich von Anfang an. Bis heute ist es nach Revolver mein liebstes Beatles-Album. Natürlich war ich bereits selbst auf dem legendären Zebrastreifen in London St. Johns Wood. Das Cover finde ich nach wie vor fantastisch. Vom Opener Come together bis zum ironisch angehauchten Hidden track Her majesty ist das Album ein Meisterwerk - eine Mischung aus McCartneyscher Emotionalität frei von jeglichem Kitsch, Lennonscher Coolness und Harrisons brillanten Beiträgen Here comes the sun und Something.
Labels:
Musik
Freitag, 3. Juli 2009
blur are back and oasis are dead
Die größte Band des Britpops begegneten mir das erste Mal im Zimmer meines Bruders. Es war das Jahr 1994. An seiner Holztür hing ein Poster, auf dem ein Mann auf einem Holzparkettboden lag. Neben ihm stand ein Glas Rotwein. Hinter ihm saß, ein wenig kleiner als der Liegende, ein weiterer Mann, der Gitarre spielte, auf einem Sofa. Drei weitere Männer lungerten ebenfalls in diesem Raum herum. "Ist das alt?", fragte ich naiv-dumm meinen Bruder, da mein erster Gedanke war, dass es sich um Plakat aus den sechziger Jahren handle. Er verneinte. Das war wohl meine erste Begegnung mit Retro - und oasis. Mit voller Wucht eroberten Liam, Noel und Co. mein Herz in den nächsten Jahren. 1996 dann der Besuch des oasis-Konzerts in der Messehalle in München-Riem. Bei Champagne Supernova stand ich überwältigt in der Masse - das war Britpop at its peak und ich befand mich mittendrin. Nach dem Konzert kauften wir hellblaue oasis-Shirts, die wir wochenlang trugen, spöttisch beäugt von diversen Klassenkameraden - ein Verhalten, das mir bis heute rätselhaft bleibt. All diese Eskapaden gipfelten 1997 in einem Besuch im Londoner Stadtteil Primrose Hill und mehrstündigem Herumlungern vor Noels luxuriösem Stadthaus und dem stolzen Ergattern eines Autogramms, das meine Freundin Babsy wie eine Trophäe davontrug. Wonderwall geht mir bis heute unter den all den Liedern am nähesten, immer noch - wenn ich das Video anschaue, fühlt sich mein Kopf, mein Herz, mein Körper wieder an wie 1996. Und jetzt haben wir 2009, genauer gesagt den 3. Juli, und es ist der Tag, an dem die wiedervereinigten blur ihr zweites Comeback-Konzert in London geben. Und wo sind oasis? Verschwunden im Orkus der Musikgeschichte. Ich bin geläutert. Niemals hätte ich 1995 gedacht, dass blur mich einmal mehr berühren würden als oasis. Doch heute ist es so. Think tank war 2003 mein absolutes Lieblingsalbum. blur spielten die zugehörige Tour und traten im Metropole Lausanne auf. Ich war zu Tode betrübt, da ich kein Ticket mehr bekam. Out of time, On the way to the club, Battery in your leg und Good song waren einfach so unglaublich gut, weil sie Manifeste des schönsten Liebeskummers und des Stadiums der größten Verliebtheit waren. blur sind zurück - die größte Band diesseits und jenseits von Britpop. Britpop war nur eine Phase ihrer Bandgeschichte. Für oasis markierte das Ende von Britpop auch das Ende ihrer Großartigkeit.
Labels:
Musik
Dienstag, 16. Juni 2009
Popland and its media
Schon seit einer ganzen Weile liebe ich Popmusik. Den Beginn dieser Leidenschaft datiere ich auf das Jahr 1985. Mit dem "Rise of Britpop" in den Jahren 95/ 96 kam dann ein Faible für Großbritannien hinzu, ein Land, das nicht nur The Clash, blur, The Smiths, The Beatles und Joy Divisons, nein, auch durchaus beneidenswerte Musikjournalisten hervorgebracht hat. Manch einer von ihnen ist jetzt beim Guardian gelandet, denn Mark Beaumont war früher NME-Schreiber. Allein ein kurzes Durchscrollen macht mir höchste Freude: mir begegnen Serge Gainsbourg, Jane Birkin, Peter Doherty, Brian Wilson und blur. Auch Alan McGee, der rothaarige Creation-Gründer postet hier. Sehr schön ist auch der Glastonbury-Blog.
Labels:
Musik
Montag, 15. Juni 2009
Die Ästheten des Pop

Nerviges Rockstar-Gehabe auf der Bühne war den Pet Shop Boys immer zuwider und das ist auch gut so. Mit ihren Live-Shows schaffen sie Ereignisse: ästhetisch und perfekt inszeniert. So auch bei der Pandemonium-Tour 2009.
Der Auftakt im Stuttgarter Theaterhaus wurde zur umjubelten Rückkehr des Duos in Deutschland. Denn das aktuelle Album „Yes“ war mit einer Nummer-Drei-Platzierung in den deutschen Album-Charts sogar erfolgreicher als in England. Die Show beginnt mit dem "best disco sound and love lyrics song couple ever": "Heart" und "Did you see coming":
I would look around for someone else
but every time I see you
you have the same effect
My heart starts missing a beat
Dass zwischen den beiden Liedern 20 Jahre Pet Shop Boys-Geschichte liegen, mag man kaum glauben, denn dem Image der Band ist eine jugendliche Attitüde inhärent – selbstironischer Maskerade sei Dank.
Die B-Sides der Pet Shop Boys haben ja seit jeher Single-Potenzial, nachzuhören auf dem mittlerweile 14 Jahre alten Klassiker „Alternative“. Bei den letzten Touren wurden sie zu Unrecht vernachlässigt. Diesmal ist das Keyboard-Solo der B-Side „Do I have to?“ einer der schönsten Konzertmomente. Die Konzeption der Pandemonium-Show ist brillant und variiert gekonnt zwischen fulminanten Elektor-Dance-Tracks und ruhig-emotionalen Stücken. Mit der Pandemonium-Tour manifestieren die Pet Shop Boys ihr perfekt inszeniertes Artwork als logische Fortführung ihrer Musik. Hinter jedem Album, jedem Cover, jeder Melodie, jeder Lyricline stecken eben eine Vision – und die Kollaboration mit Super-Producer Brian Higgins von Xenomania hat auf dem neuen Album drei catchy und classy Songs gebracht.
Pop zitiert – die Pet Shop Boys tun es diesmal mit einer Hommage an Coldplays "Vida la vida", visualisiert mit einer großartigen Videoproduktion: der König zieht durch die Straßen Londons.
I used to roll the dice
Feel the fear in my enemy's eyes
Listen as the crowd would sing:
"Now the old king is dead! Long live the king!"
Neils Stimme ist unique (wenn die Technik auch einiges vermasselt) und keinesfalls austauschbar, wie es ein benebelter FAZ-Autor vor ein paar Wochen erdichtet hat. Das Pop-Legendentum der Pet Shop Boys manifestieren die Achtziger-Songs "Left to my own devices" und "Suburbia". Der Abend endet mit dem göttlichen Trio "The way it used to be" (schon jetzt ein instant classic der Pet Shop Boys), "Being boring" und "West end girls". Die Pet Shop Boys haben - wie immer ganz nonchalant - alles richtig gemacht.
Labels:
Musik
Montag, 1. Juni 2009
true blue
Madonna ist eine meiner erste popkulturelle Erinnerung. Ich war acht Jahre alt und spielte ihre beiden Alben "True blue" und "Like a virgin" auf meinem weißen Walkman, den ich für 20 Mark von meiner Tante bekommen hatte und den ich mit Mickey-Maus-Aufklebern verziert hatte, ab. Natürlich - oder zum Glück - hatte ich keine Ahnung, was der tiefere Sinn der Lyrics des Songs "Like a virgin" war. Denkwürdig war für mich ein Landausflug mit meinen Eltern. In die Bahnhofshalle eines kleinen Ortes waren aus unerfindlichen Grünen Flyer für das Madonna-Konzert im Frankfurter Waldstadion gelangt, die mir achtjährigem Mädchen in die Hände gerieten. Auf dem Flyer war das schwarz-weiße Herb-Ritts-Coverfoto vom True-Blue-Album abgebildet: Madonna in lasziver Pose, den Kopf nach hinten gelegt. Ich spürte den dringenden Wunsch, unbedingt zu diesem Konzert fahren zu müssen. Was ich jedoch niemandem mitzuteilen wagte. Frankfurt war für mich damals so weit weg wie heute New York. Später las ich in der Bravo von Madonna Nackfotos, worauf meine Begeisterung für die Sängerin nachließ. Langsam dämmerte mir auch, wieso Madonna von ihrem ersten Berufswunsch, Nonne zu werden, abgekommen war. Als "Like a prayer" veröffentlicht wurde, kam meine Madonna-Begeisterung schließlich gänzlich zum Erliegen. Schließlich hatte ich schon eine neue musikalische Errungenschaft im Plattenschrank meiner Mutter entdeckt: ein Album mit einer schwarz-weißen Collage aus Fotos und Zeichnungen mit vier Männergesichtern, die mich die nächsten drei Jahre beschäftigen sollten: das Beatles-Album Revolver.
Labels:
Musik
Montag, 9. Juni 2008
What a lovely concert...


Wenn es je eine Band gab, die Romantik und Radikalität miteinander in Einklang bringt und sich durch poetisches Singwriting auszeichnet, dann sind es die Babyshambles. Doch mehr als die Musik steht häufig das deviante Verhalten Pete Dohertys im Mittelpunkt des Interesses, was seinen Songwriter-Qualitäten keineswegs gerecht wird. Deshalb fand ich mich auf dem gestrigen Rock-im-Park-Konzert inmitten von Barbarenhorden wieder, denen der Alkohol bereits sämtliche Sinne vernebelt hatte, die sie vielleicht auch nie besaßen. Doch Doherty glich die Klangdefizite wie immer mit seiner Persönlichkeit aus und funkelte auf der Bühne wie eine Lichtgestalt.
Labels:
Musik
Abonnieren
Posts (Atom)