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Freitag, 11. Dezember 2009

Der Autor und sein Verleger

Ein Auszug aus dem am 7. Dezember auf 869 pompösen Seiten erschienen Buchs, das den Briefwechsel zwischen Thomas Bernhard und seinem Verleger Siegfried Unseld dokumentiert. Eine brillant formulierter Schmähbrief von entzückender Dreistigkeit, wenn man so will die Zeilen eines beleidigten Kindes:

Lieber Doktor Unseld,
wenn ich bedenke, mit was für einem gigantischen Werbeaufwand Sie sich über drei Monate lang für Herrn Walsers Buch [»Brandung«] ins Zeug legen, während Sie für meine »Alten Meister« fast nichts getan haben, obwohl Sie wissen, dass heute Werbung beinahe alles ist, könnte mir die Lust an einer Zusammenarbeit mit dem Verlag schon vergehen. Aber ich schreibe ja für mich und nicht für den Verleger und um Geld geht es ja wirklich nicht...

Ihr
Thomas Bernhard


Quelle: Zeit Online

1 Kommentar:

melesofa hat gesagt…

Did you heard what Rob Matts said about that?

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