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Donnerstag, 17. September 2009

Nachdenken über Judith B.

Was mir an der amerikanischen Feministin Judith Butler ja immer behagte, war ihre rigorose Ablehnung sämtlicher Kategorien, in die Menschen - unter dem Joch einer sozial konstruierten Systematik - eingeordnet werden. Daraus abzuleiten, dass es überhaupt kein biologisches Geschlecht mehr gäbe, das dem sozialen vorgängig sei, barg ja dann doch einen Hauch von Revolution. Aber im Grunde ist es auch wieder logisch, da alles, was wir betrachten, nicht naturgegeben, sondern sozial konstruiert ist. Erst durch unsere Benennung wird eine Frau zu einer Frau und ein Mann zu einem Mann. Oder doch nicht? Man könnte sich nun in einer Endlosschleife darüber streiten, welches Ding welcher Sache vorausgeht. Oder man schaut sich einfach an, was das Theaterkollektiv Fräulein Wunder morgen im Leipziger Off-Theater LOFFT so auf der Bühne anstellt.
Denn dort läuft von morgen bis Sonntag ein rotziges Stück über die unendliche Geschichte des Feminismus, worüber der Freitag eine Betrachtung geschrieben hat, die Lust auf einen Theaterbesuch macht.

Kommentare:

SpiegelEule hat gesagt…

damit kannst du ktinka derzeit verjagen höhöhö

Katrin hat gesagt…

aber das stück würde ich schon gerne sehen